Polymer Competence Center Leoben

Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) wurde 2002 gegründet und hat sich seither als bedeutendes Zentrum für angewandte Polymerforschung etabliert. Das Unternehmen arbeitet eng mit Industrie, Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, um innovative Lösungen für die Kunststoffbranche zu entwickeln. 

Von der molekularen Struktur bis zum geprüften Bauteil

Das PCCL im Detail

Unsere Erfolgsgeschichte

Seit über zwei Jahrzehnten verbinden wir wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Anwendung. Unter dem Leitgedanken „From Research to Industry“ wurde das PCCL auf Initiative der Montanuniversität Leoben gegründet und hat sich zu einem der führenden Polymer-Kompetenzzentren Europas entwickelt – mit COMET K1-Status seit 2010.

Organe & Struktur

Das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) ist als Non-Profit GmbH organisiert und wird von den Eigentümern Montanuniversität Leoben, Upper Austrian Research GmbH, TU Graz, JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH und der Leoben Holding GmbH getragen. Zudem agiert die GmbH als Trägergesellschaft des COMET-K1 Zentrums „Centre for Circularity, Functionality and Digitalization in Polymer Technologies“.

Infrastruktur

Auf rund 650 m² Labor- und Technikumsfläche decken wir die gesamte Polymer-Prozesskette ab. Unsere Infrastruktur umfasst mehrere Chemielabore, ein Verarbeitungstechnikum mit Schwerpunkt Additive Manufacturing (3D-Druck), sowie Labore für physikalisch-mechanische Charakterisierung, Tribologie und Haptik, Alterungs- und Medienbeständigkeit sowie optische Analytik bzw. Oberflächeninspektion und Simulation. Ergänzt wird diese Ausstattung durch den direkten Zugang zu den Laboren des Departments für Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben.

Unsere Erfolgsgeschichte im Detail

Seit unserer Gründung im Jahr 2002 hat sich unser Forschungszentrum zu einem anerkannten Partner für anwendungsorientierte Kunststoffforschung entwickelt. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Exzellenz mit konkretem Nutzen für Industrie und Gesellschaft zu verbinden – im Sinne eines konsequenten Research-to-Industry-Ansatzes.

 

Wir forschen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung über Verarbeitung und Simulation bis hin zur Bauteilprüfung und Anwendung. Dadurch sind wir in der Lage, komplexe Fragestellungen ganzheitlich zu adressieren und Forschungsergebnisse effizient in industrielle Lösungen zu überführen.

 

Heute stehen wir für „Sustainable Polymer Technologies for Circularity“. Wir entwickeln Polymerwerkstoffe und Technologien, die Kreislaufwirtschaft ermöglichen, Ressourcen schonen und nachhaltige Produktlebenszyklen unterstützen.

 

Mit „Functional and Reliable Polymers“ schaffen wir Werkstoffe und Komponenten, die höchste funktionale Anforderungen erfüllen und langfristige Zuverlässigkeit gewährleisten – auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.

Im Bereich „Digital Solutions in Polymer Technology“ setzen wir auf Simulationen, datengestützte Methoden und Künstliche Intelligenz, um Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und die Vorhersagbarkeit sowie Qualität von Produkten gezielt zu verbessern.

 

Die Wirkung unserer Arbeit zeigt sich in messbaren Ergebnissen: Über 550 peer-reviewte Publikationen und 138 abgeschlossene Dissertationen unterstreichen unsere wissenschaftliche Kompetenz. Gleichzeitig zeigen 16 aktive Patente und 4 initiierte Start-ups, wie konsequent wir Forschung in Anwendung und Innovation überführen.

 

Unsere enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie ermöglicht es uns, Innovationen nicht nur zu entwickeln, sondern erfolgreich in die Anwendung zu bringen. Mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung bilden dabei die Grundlage, die Kunststofftechnik nachhaltig, digital und praxisnah weiterzuentwickeln.

Gründung des PCCL
Mitarbeitende
Standorte
Jahre kooperative Forschung
1 Standort - viele Anwendungen

Forschung entlang der Polymer-Wertschöpfungskette

Materialentwicklung

Wir entwickeln neue Polymere, Compounds und Composites mit maßgeschneiderten Eigenschaften: für höhere Temperaturbeständigkeit, bessere Barriere-Wirkung, definierte Elastizität oder stimuli-responsives Verhalten. Grundlage ist ein tiefes Verständnis des Zusammenspiels von Molekülstruktur, Morphologie und Performance.

Recycling & Nachhaltigkeit

Unter dem Forschungsschwerpunkt Sustainable Polymer Technologies for Circularity arbeiten wir an designbasiertem Recycling, biobasierten Kunststoffen, chemischem Recycling und Reparaturkonzepten. Ziel sind Polymer-Produkte, die ihre Funktion erfüllen und am Ende ihres Lebenszyklus wieder zu hochwertigen Werkstoffen werden.

Simulation & Modellierung

Wir kombinieren Multiskalen-Simulation, Materialmodellierung und Machine Learning, um Werkstoffverhalten und Prozesse vorherzusagen – schneller und kostengünstiger als im Experiment allein. Von der molekularen Simulation bis zur Bauteilauslegung.

Verarbeitungstechnologien

Extrusion, Spritzguss, Additive Fertigung, Oberflächenfunktionalisierung: Wir optimieren Prozesse für höhere Effizienz, geringere Ausschussraten und neue Materialkombinationen. Unser Technikum ermöglicht den Scale-up vom Labor- in den Pilotmaßstab.

Prüfung & Charakterisierung

Mit optischen, chemisch-analytischen, thermischen, mechanischen und bruchmechanischen Methoden charakterisieren wir Polymerwerkstoffe entlang ihrer gesamten Lebensdauer – inklusive Alterung, Medienbeständigkeit und Schadensanalyse.

Anwendungsentwicklung

Wir übersetzen Forschungsergebnisse in konkrete Produkt- und Prozessinnovationen gemeinsam mit unseren Industriepartnern – von der Machbarkeitsstudie bis zum industriellen Prototyp.

Forschung mit industrieller Wirkung

Wir gestalten die Zukunft polymerbasierter Materialien – nachhaltig, digital und anwendungsgetrieben. Ausgangspunkt ist die Entwicklung neuer Polymerwerkstoffe, die den Wandel hin zu Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und langlebigen Produktlösungen ermöglichen.

Unsere Vision ist es, Materialien nicht nur zu entwickeln, sondern ihre gesamte Wirkungskette zu verstehen und aktiv zu gestalten – von der molekularen Struktur bis zur Performance im realen Einsatz. Dabei verbinden wir experimentelle Forschung, Simulation, additive Fertigung und künstliche Intelligenz zu einem integrierten Innovationsansatz.

So entstehen Lösungen für die zentralen Herausforderungen unserer Zeit in Bereichen wie Mobilität, Energie und Medizintechnik – mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent in industrielle Innovation zu überführen.

Wir denken Forschung als Brücke zwischen Idee und Anwendung – und als Motor für eine nachhaltige, leistungsfähige Materialwelt der Zukunft

Unsere Forschung profitiert von einem einzigartigen Umfeld im Bereich der Materialwissenschaften rund um die Montanuniversität Leoben. Dieses ist eingebettet in ein dichtes Ökosystem aus Uniinstituten, Kompetenzzentren und weiteren Forschungseinrichtungen. Insgesamt sind am Standort Leoben mehr als 500 Forschende in der Material- und Polymerwissenschaft tätig – einschließlich Mitarbeitender der Universität sowie ihrer verbundenen Forschungseinrichtungen und kooperierenden Forschungsunternehmen. Gemeinsam schaffen wir eine außergewöhnliche Konzentration an Expertise entlang der gesamten Innovationskette.

Forschungsfrage, Industrieproblem,
Projektidee?
Wir zeigen Ihnen,
wie eine Zusammenarbeit
mit dem PCCL aussehen kann.