AT-C3
Das AT-C³ ist als „Austrian Chip Design & Prototyping Support Center“ konzipiert, das als Konsortium von 6 führenden Organisationen des österreichischen Halbleiter-Ökosystems gegründet wurde. Das Hauptziel des Zentrums ist die Unterstützung des österreichischen und europäischen Halbleiter-Ökosystems in den Bereichen fortschrittliche Materialien, Dünnschichttechnologien sowie Quanten- und Photonik-Anwendungen.
Projektpartner
- Silicon Alps Cluster (SAC), Koordinator
- Austrian Institute of Technology (AIT)
- Technische Universität Graz (TUG)
- Materials Center Leoben GmbH (MCL)
- Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL)
- Silicon Austria Labs GmbH (SAL)
Motivation und Ziele
Halbleiterproduktion und -forschung gelten als eines der kostenintensivsten und komplexesten Themen und sind für die moderne Gesellschaft und ihre Wirtschaft von immenser Bedeutung. Österreich hat eine herausragende Stellung in der Elektronikindustrie mit führenden IDMs, Ausrüstern und Forschungsinstituten. Um in diesem schnelllebigen weltweiten Wettbewerb mithalten zu können, ist es dringend notwendig, die österreichische und europäische Halbleiterindustrie weiter zu stärken und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Hier ermöglicht das AT-C³ den österreichischen Partnern, Entwicklungen deutlich zu beschleunigen, Fabless Companies den Zugang zu einer europäischen Open Foundry zu ermöglichen und ESBS-Start-ups aktiv in ihrer Entwicklung zu unterstützen und den skills gap zu reduzieren.
Das Hauptziel des AT-C³ besteht darin Fachwissen in den Bereichen fortgeschrittene Werkstoffe, Dünnschichttechnologien sowie Quanten- und Photonikanwendungen zur Verfügung zu stellen. Dieses Know-how soll auf unbürokratische Weise zugänglich gemacht und für verschiedene innovative Anwendungen genutzt werden. Das Fachwissen des Konsortiums wird durch ausgewählte externe Partner erweitert. Das ATC³ wird darüber hinaus als zentrale Anlaufstelle dienen, die den Zugang zum europäischen Netz von Chip-Pilotlinien, zur Designplattform und zu Design-Enablement-Teams, zum ENCCC und zum Chip-Fonds erleichtert. Es soll Innovationen und Kompetenzen in österreichischen Start-ups, KMUs und Großunternehmen fördern und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen stärken. Über 50 % der Mittel sollen in KMU-/Start-up-spezifische Maßnahmen und Programme fließen.
Hauptziele
Es ist die klare Vision des AT-C³ die österreichische und europäischen ESBS-Gemeinschaft auf vier Arten zu unterstützen:
- als zentrale Anlaufstelle für Industrie und Wissenschaft in Österreich, die Zugang zu Chip-Know-how, Pilotlinien, Design-Plattformen und dem europäischen Kompetenzzentrum-Netzwerk bietet,
- als Enabler zur Förderung von Innovation und Kompetenz in österreichischen Start-ups, KMUs und Großunternehmen entlang der ESBS-Wertschöpfungskette,
- durch die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen im europäischen ESBS-Förder-/Innovationssystem, wodurch ein Mehrwert geschaffen wird,
- als Exzellenzzentrum für Spitzenwissen und Infrastruktur für fortschrittliche Dünnschicht- und Materialentwicklung für Sensoren, Aktoren, RF, sichere Verarbeitung und Leistungselektronik entlang der industriellen Wertschöpfungskette mit besonderem Schwerpunkt auf nachhaltigen und energieeffizienten Technologielösungen.
Ziele und Vorgangsweise
Das AT-C³ plant den Aufbau einer - Community of Practice - für den nachhaltigen Austausch, 50-60 ‚Expert Service to Third Parties‘ Projekten für KMU und Start-ups, 70-80 Unterstützungsmaßnahmen und einen offenen Zugang zu einschlägigen Schulungs-, Aus- und Weiterbildungsprogrammen in den Schwerpunktbereichen. Es wird erwartet, dass durch den Zugang zu Pilotlinien, Designplattformen und Fachwissen sowie Schulungs- und Ausbildungsprogrammen die Lücke an qualifizierten Fachkräften geschlossen und die Entwicklung neuer Technologien und Produkte beschleunigt wird. Darüber hinaus wird der Einbeziehung von Gender- und Diversitätsaspekten sowie der Förderung von Nachhaltigkeit und Klimaneutralität in allen AT-C³-Aktivitäten besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
“Das Austrian Chips Competence Center AT-C3 erlaubt es dem
Polymer Competence Center die Bedeutung von Polymeren entlang der Wertschöpfungskette der Halbleitertechnologie sichtbar zu machen und die vorhandene Expertise für Start-ups und KMU zugänglich zu machen.“
Fördergeber
Das Projekt wird durch die FFG als Förderungsgeber (Projektnummer FO999917171) im Rahmen der Ausschreibung „Chips for Europe - Austrian Chips Competence Centre“ gefördert.
AT-C³ wird von der Europäischen Union kofinanziert (Grant Agreement ID 101217532). Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch die des Autor(en) und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der öffentlich-private Partnerschaft „Chips Joint Undertaking“ wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.