Übersicht

PV Industriefassade

Die Entwicklung von Fassadenelementen mit integrierten Photovoltaik-Modulen durch Einsatz ausgewählter Materialien und kosteneffizienter Herstellungsmethoden stehen im Fokus des Projektes PV Industriefassade. Diese Paneele ermöglichen eine neue Form der Fassadengestaltung, die mit herkömmlichen Photovoltaikmodulen nicht erreichbar ist und können als Beitrag auf die stetig steigende Nachfrage nach Energiequellen ohne zusätzliche Grünflächenverbauung gesehen werden. 

Sustainable Polymer Technologies for Circularity

Die Entwicklung von Fassadenelementen mit integrierten Photovoltaik-Modulen durch Einsatz ausgewählter Materialien und kosteneffizienter Herstellungsmethoden stehen im Fokus des Projektes PV Industriefassade. Diese Paneele ermöglichen eine neue Form der Fassadengestaltung, die mit herkömmlichen Photovoltaikmodulen nicht erreichbar ist und können als Beitrag auf die stetig steigende Nachfrage nach Energiequellen ohne zusätzliche Grünflächenverbauung gesehen werden. 

Gernot Oreski
Projektleitung
Priv.-Doz. DI Dr.
Gernot Oreski
Division Manager “Sustainable Polymer Solutions”
Projektdaten
Projektstart: 01.09.2024
Projektende: 31.08.2026
Laufzeit: 24 Monate

Projektpartner

  • Polymer Competence Center Leoben GmbH, Koordinator
  • voestalpine Stahl GmbH

Motivation und Ziele

Die Integration von Photovoltaik in bauliche Infrastruktur vor allem in Gebäuden ist ein wichtiger Faktor, um die Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, ohne zusätzlicher Nutzung von Grünflächen. Die sich daraus ergebende wachsende Nachfrage des Marktes nach integrierten PV-Lösungen gilt als Motivation für das Projekt „PV – Industriefassade“. Denn PV-Flächenergänzungen durch Erweiterung in der Fassadenanwendung bieten kosteneffiziente Möglichkeit zur Aufwertung bestehender Flächen. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen mit Unterkonstruktion stellen sie eine preiswerte Alternative dar, die es ermöglicht, mit günstigen und subventionierten chinesischen Herstellern in einen wettbewerbsfähigen Markt einzutreten. Dies eröffnet der österreichischen Solarindustrie die Chance, ihre Wertschöpfung zu steigern und ihre Position auf dem globalen Markt zu festigen.

Hauptziele

Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung eines PV Module Konzeptes für die Integration in großflächige Fassadenelemente. Im Gegensatz zu Standard PV Modulen ist ein Aufbau ohne Frontverglasung vorgesehen, stattdessen soll eine transparente Kunststofffolie zum Einsatz kommen. Darüber hinaus soll das Stahlblech, aus dem in weiterer Folge das Fassadenelement hergestellt wird, im Modulherstellungsprozess in die Rückseite des PV Moduls integriert werden. Das Konsortium plant, Lösungen für die folgenden 3 Komponenten zu identifizieren, modifizieren und qualifizieren:

  • Komponente 1: Polymeres Frontsheet

  • Komponente 2: Einkapselungsmaterial

  • Komponente 3: Rückseitenfolie

Ziele und Vorgangsweise

Nach dem Verfassen eines Pflichtenheftes für die einzelnen Modulkomponenten werden in einer umfassenden Literatur- und Marktrecherche geeignete Komponenten für das glasfreie Modulkonzept identifiziert. Im nächsten Schritt wird eine Prüfmatrix erstellt und Prüflaminate (bestehend aus Frontsheet – Einkapselung – Rückseitenfolie – Stahlblech) von konzipierten Modulzusammensetzungen produziert. Im Anschluss werden die Prüflaminate zu geeigneten Sequenzen von verschiedenen beschleunigten Alterungstests (UV Bewitterung; Temperatur-Wechsel; Wärme-Feuchte) ausgelagert. Relevante Materialeigenschaften der ungealterten und gealterten Proben werden mittels geeigneter zerstörungsfreier und zerstörender Prüfmethoden charakterisiert. Basierend auf den gemessenen Alterungseffekten werden Erkenntnisse für geeignete und ungeeignete Modulzusammensetzungen liefern und entsprechende Empfehlungen für den Aufbau eines industriellen Verarbeitungsprozesses erarbeitet.

„Mit der Entwicklung integrierter Photovoltaikmodule für Industriefassaden setzen wir neue Maßstäbe in der Nutzung von Gebäudeflächen zur Energieerzeugung. Unser Ziel ist es, innovative, kosteneffiziente und nachhaltige Lösungen zu schaffen, die nicht nur zur Reduktion von CO₂-Emissionen beitragen, sondern auch die europäische Innovationsführerschaft im Bereich der Photovoltaik stärken. Durch die nahtlose Integration von PV-Modulen in Fassadenelemente eröffnen wir der Solarindustrie neue Chancen und unterstützen den Übergang zu einer klimaneutralen Zukunft.“
Priv.Doz. Dr. Gernot Oreski

Fördergeber

Das Projekt PV Industriefassade wird mit Mitteln aus dem Klima- und Energiefonds (Energieforschungsprogramm 2023) vertreten durch die FFG als Förderungsgeber (Projektnummer FO999915062) gefördert. 

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Gernot Oreski
Priv.-Doz. DI Dr. Gernot Oreski