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PCCL bei ERAT 2026: Robotik und KI für die industrielle Qualitätskontrolle

Wie können automatisierte Prüfsysteme neue Bauteile schneller kennenlernen und Oberflächenfehler zuverlässig erkennen? Bei den European Robotics and Automation Talks (ERAT) am 5. Oktober 2026 in Graz präsentierte das PCCL aktuelle Forschungsansätze an der Schnittstelle von Oberflächenprüfung, robotergestützter Oberflächendetektion und künstlicher Intelligenz.

PCCL-Team am Ausstellungsstand bei den ERAT 2026 in Graz

Am Stand von PCCL luden die Wissenschaftler Atae Jafari-Tabrizi, Horst Petschenig, Angelika Hable sowie Bereichsleiter Dieter P. Gruber zu Gesprächen zu Themen wie Automatisierung und Qualitätskontrolle.

Fotocredit: © PCCL/Wolfgang Kuhn

Der Bereich „Surface Testing, Robot Vision & Artificial Intelligence“ war mit einem eigenen Stand vertreten. Bereichsleiter Dieter P. Gruber und die Forschenden Horst Petschenig, Angelika Hable sowie Atae Jafari-Tabrizi stellten zwei wissenschaftliche Poster und das COMET-Forschungsprojekt „FastTeachInspect“ vor. Die Gespräche mit Industrie und Forschung drehten sich um Anforderungen an die Qualitätskontrolle und mögliche Kooperationen.

Neue Bauteile erfordern bei heutigen Prüfanlagen häufig aufwendige Anpassungen. „FastTeachInspect“ soll automatische Prüfsysteme befähigen, sich mit wenigen Mustern rasch auf neue Komponenten einzulernen. Untersucht werden robotergestützte Scans dreidimensional geformter Oberflächen und die Freifall-Inspektion funktionaler Massenteile.

Die Projektziele: bis zu 25 Prozent weniger Ausschuss durch eine bessere Unterscheidung zwischen Scheinfehlern und tatsächlichen Defekten sowie bis zu 50 Prozent kürzere Prüfzeiten gegenüber manueller Kontrolle. Aktuell sucht PCCL noch weitere Industriepartner, mit denen Inspektionsdemonstratoren für ihre Bauteile im Produktionsumfeld entwickelt und aufgebaut werden sollen.

Auch der Blickwinkel entscheidet darüber, ob Oberflächenfehler sichtbar werden. Das Poster „Autonomous Optimization of Viewing Angle for Surface Defect Inspection in a Simulated Framework“ untersuchte deshalb die autonome Optimierung der Betrachtungsperspektive in einer Simulationsumgebung.

Beide Ansätze zielen auf flexiblere Prüfsysteme ab. Die ERAT bot Gelegenheit, die Forschung mit Anforderungen aus der industriellen Praxis abzugleichen und Kontakte für künftige Kooperationen zu knüpfen.

Bereichsleiter Dieter P. Gruber zeigte sich mit den Gesprächen zufrieden: „Wir haben wichtigste Erkenntnisse für eine wirklich anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung am Pulsschlag der Zeit und der Industrieanforderungen gewonnen.“